Januar 2016

Wir wünschen euch allen von Herzen einen guten Start ins neue Jahr.

Wir haben den Jahresbeginn auf der Península Valdés verbracht. Auf Schotterpisten haben wir die Ostküste von Süd; Punta Delgada über Punta Cantor bis Punta Norte im Norden erkundet, und haben vieles über die Tierwelt hier erfahren. Besonders in Punta Delgada hat uns eine Führerin nahe zu den Seelöwen und den Seeelefanten geführt und uns so viele Eigenschaften dieser Tierarten näher gebracht.


Nochmals über Puerto Madryn sind wir durch die Pampa nach Punte Tombo an der Atlantikküste gefahren. In diesem Park nisten tausende Mangallan Pinguine.


In Puerto Deseado konnten wir auf einem Bootsausflug Kormorane und Möwen beim Nisten beobachten. Tonina Overa eine kleine Delfinart hat uns begleitet. Bei einem weiteren Bootsausflug auf die Isla de los Pájaros haben wir Seelöwen im Wasser schwimmen gesehen und wir sassen mitten in einer Kolonie der etwas kleineren Pingüinos Penacho Amarillo mit ihren lustigen Kopffedern.


Weiter im Landesinnern im Parque Nacional de Bosque Petrificados liegen riesige versteinerte Baumstämme.
Im Parque Nacional Monte Leon konnten wir am Abend bei Ebbe eine kleine Wanderung unterhalb der Klippen machen, wo sonst bei Flut grosse Wellen branden.


Die Pampa wurde immer eintöniger, nur noch Wiesenbüschel und flach bis zum Horizont. Auch weht ein heftiger Gegenwind. Unser Auto hatte richtig zu kämpfen und der Dieselverbrauch ist um einen Viertel angestiegen. Auf den vielen Schotterstrassen muss uns ein Stein den Bremsbelagsensor abgeschlagen haben.
Eine Anzeige im Display machte uns darauf aufmerksam. In einer Garage konnte der Sensor ausser Betrieb genommen werden, sodass keine Anzeige mehr störte. Wir bekamen Kaffee, free WIFI und bequeme Sofas. Als wir bezahlen wollten, waren wir sehr überrascht, dass dieser „kleine Service“ nichts kostete, obwohl sich zwei Mechaniker um das Problem kümmerten.
Bei der Fähre über die Magellanstrasse lernten wir Rudolf und Ursula kennen, die mit einem gemieteten Auto 2 Wochen in Patagonien unterwegs sind. Spontan sind wir in Rio Grande in ihrem Hotel zum Nachtessen eingeladen worden. Nochmals Dank an Ruedi und Ursi.
Je näher wir Ushuaia kommen, desto mehr Bäume, Wälder und Berge wechseln am Strassenrand ab. Es sieht ähnlich aus, wie bei uns auf den Bergweiden.

Ushuaia ist die südlichste Stadt Argentiniens und liegt am Beagle-Kanal. Das Wort „Ushuaia“ kommt aus der Sprache der Ureinwohner Yámana und bedeutet so viel wie „Bucht, die nach Osten blickt“. Hier wollen wir ein paar Tage bleiben. Wir besuchen den Parque Nacional Tierra del Fuego und erkunden den Park mit ein paar interessanten Wanderungen. Es ist kühl und windig. Die Berge ringsum haben teilweise noch Schneeflecken. Trotzdem sehen wir viele Tiere. Allerdings wurden die meisten Arten einmal hier ausgesetzt. So zum Beispiel der Bieber, der Rotfuchs, Kaninchen und Hasen, die Seeforelle usw. In Ushuaia hat es auch ein Skigebiet. Das sind wir in gut 30min. hochgewandert und haben eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Beagle Kanal genossen. Auf einem Ausflug mit einem Katamaranboot sind wir nahe an Kormoran-, Pinguin- und Seelöwenkolonien herangekommen. Hier haben wir zu ersten mal zwei verirrte Königspinguine gesehen. Im Hintergrund immer wieder die tolle Kulisse der Schneeberge. Etwa 80km östlich von Ushuaia wurden wir durch die Geschichte und das Museum der Estancia Harberton geführt. Dies war die erste Estancia hier in Süden. Bis vor 20 Jahren wurden hier noch 9000 Schafe gehalten. Heute werden nur noch Touristen durch das Gelände geführt.

Am Mittwoch geht es los Richtung Antarktis. Wir haben eine 11-tägige Schiffsreise in das ewige Eis gebucht.